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Aktuelles

Das Leben mit so vielen Tieren

Naja was bedeutet es schon, viele Tiere zu haben, denn eigentlich sind es ja nicht so viele… 4 Schnecken, 6 Hühner, 3 Kaninchen, 5 Meerschweinchen und jeder von uns hat noch einen Hund.. Andere Menschen haben richtige Bauernhöfe mit Groß- und Kleintieren. Dennoch darf man das gemeinsame Leben mit Tieren nicht unterschätzen. Tiere geben einem nicht nur so viel Liebe, Freude und Vertrauen sondern sie erwarten auch, dass du dich um sie kümmerst, sie fütterst, ihnen deine Zeit schenkst, ausmistest und dich um sie kümmerst, wenn sie krank werden. Früher habe ich zu Lisa immer gesagt: “ Hühner sind robust, die werden in der Regel nicht krank!“ Ich bereue diesen Satz bis heute, denn wir haben unheimlich viele Erkrankungen bei unseren Hühnern miterlebt. Von Arthrose, Schichteiproblematiken, bis hin zu Tumoren war alles dabei. Von den ganzen Kosten wollen wir gar nicht erst sprechen. Für uns stand immer fest, wenn wir „JA“ zu einem Tier sagen, dann entscheiden wir uns aktiv für das Tier und verhelfen dem Tier in jeder Hinsicht gesund zu werden. Auch wenn Hühner Nutztiere sind, sind es für uns Mitglieder, die zu unserem bunt gemischten Rudel gehören. Wir schlachten unsere Hühner nicht und jedes Tier hat ein Recht darauf, bei uns alt zu werden.

So schön wie es oft ist, süße kleine Welpen, Katzenbabys oder Kaninchen zu sehen, darf man nicht vergessen, welche Verpflichtung man eingeht, wenn man sich ein Tier anschafft. Du entscheidest dich für ein Tier und schenkst ihm ein Leben bei dir, dass Tier hat nicht die Wahl zu sagen, bei dir möchte ich bleiben oder eben auch nicht. Also nutze die Zeit mit deinem Tier und kümmere dich gut drum. Dein Tier dankt es dir mit seiner Liebe.

Rupert, unser kleines Löwenköpchen (Kaninchen), lebte nur ein halbes Jahr bei uns. Wir wussten nicht genau, wie alt er war, wir wussten nur, dass er Probleme mit den Zähnen hatte. Diese ließen wir dann auch direkt regelmäßig kontrollieren. Irgendwann fanden wir unseren Rupi im Stall und er war einfach so eingeschlafen. Wir waren sehr traurig darüber, aber wir haben unserem Rupert ein schönes zu Hause geschenkt, welches er in dieser Form nicht kannte, da er aus sehr schlechter Haltung kam.

Unsere Ida, ein deutsches Lachshuhn, war sehr krank. Sie hatte bereits als Küken einen Tumor hinter dem Auge. Über mehrere Monate mussten wir immer wieder mit Ida zum Tierarzt fahren, wo ihr der Tumor schließlich operativ entfernt werden musste. Die Chancen standen sehr schlecht, dennoch hat es unsere Ida geschafft und wurde gesund. Sie lebte dann leider nur noch ein 3/4 Jahr, weil sie eine neue Erkrankung hatte, jedoch konnten wir ihr Lebensqualität schenken.

Ein Teil von unseren Meerschweinchen haben wir aus einer Meerschweinchennotstelle übernommen, sie können nun bei uns leben und mit uns reisen.

Jedes unserer Tiere, egal ob groß oder klein, hat seine Vergangenheit und wir versuchen ihnen nun ein artgerechtes Leben zu ermöglichen.

Der WDR hat uns begleitet, aber seht selbst 🙂


Wie alles begann…

Aufbau der Außenanlage 2017

…..und mittlerweile hat sich wieder eine Menge verändert. Wir haben nun noch eine Voliere für die Hühner und Kleintiere und einen eingezäunten Bereich, wo wir gemeinsam mit den Teilnehmern in den freien Tierkontakt gehen können.

2018

Dieses Jahr war nicht einfach für uns, denn wir hatten viele kranke Tiere und viele Todesfälle. Dennoch haben wir nicht aufgeben und haben uns durch das Jahr gewagt. Viele neue Tiere zogen bei uns ein und danach kamen auch die ersten Aufträge.

.. und manchmal schlägt das Schicksal doppelt zu..

Wir haben uns für eine artgerechte Tierhaltung entschieden, eine die es unseren Tieren ermöglicht so zu leben, dass sie sich entfalten können, dass sie ihren Bedürfnissen nachgehen können und ein glückliches Leben haben. Das war und ist uns sehr wichtig. Unsere Anlage wurde so sicher wie möglich gebaut, doch dann passierte das, was sich niemand wünscht. Man kommt nach Hause und findet einige Tiere tot vor.  Wer selber Tiere hält, weiß, wie schockierend das für einen sein kann. Es bricht für einen eine Welt zusammen.

Wir haben zu jedem unserer Tiere eine enge Bindung, denn jedes Tier egal ob klein oder groß ist einzigartig. Jedes Tier bringt seinen ganz eigenen wundervollen Charakter mit sich.  

Und nun standen wir da, waren fassungslos und haben uns so sehr gewünscht, dass wir die Zeit zurück drehen können… doch das geht leider nicht.

Wir haben uns mit unserem Tierarzt besprochen und er hat sich eins der zu Tode gekommenen Tiere angeschaut… es war sehr wahrscheinlich ein Marder. In all den Jahren, hatten wir, noch nie Probleme mit Mardern, Krähen oder anderen Tieren, die frei in der Natur sind.  Wir wissen bis heute nicht, wie das passieren konnte. Unsere Ausläufe sind doppelt umzäunt, der Boden fest mit Platten ausgelegt, die Ställe am Boden verankert… Nun werden wir alles nochmal neu umbauen.

Wir haben heute am 16.05.2018 unsere wundervolle Felina verloren, ein Meerschweinchen das immer gerne bei allem dabei war. Sie war neugierig, sehr zutraulich und eine Bereicherung für die Meerschweinchengruppe. Felina war eins der ältesten Meerschweinchen, hatte bereits ihre Geschichte und sollte nun bei uns ihre Endstation finden.

Unsere Maya, ein sehr schüchternes Meerschweinchen gehört ebenfalls dazu.  Sie war vielleicht schüchtern, doch suchte sie den Kontakt zum Menschen nachdem sie alles gut beobachtet hatte.

Unser Klopfer, ein deutscher Riese, war ein sehr ruhiges Tier. Er freute sich über seine Erbsenflocken und war sehr neugierig.  Er hatte seine Freundin Bell immer gut im Blick und gab Acht auf seine 5 Meerschweinchen. Trotz seiner imposanten Größe, war er sehr friedlich und vorsichtig und hat sich von den kleinen Meerschweinchen nahezu alles gefallen lassen.  

Außerdem ist unsere Dörthe von uns gegangen. Wir haben noch nie ein Huhn so erlebt, wie unsere Dörthe.  Viele Menschen sehen Hühner nur als Nutztiere an, doch bei uns ist das anders. Dörthe war ein so lebensfrohes Tier. Sie lief einem „bei Fuß“, konnte Tricks und war für jeden Spaß zu haben. Sie war einfach ein so intelligentes Huhn, wie wir es vorher noch nie erlebt hatten. Dörthe wartete schon, wenn wir kamen, sie begrüßte uns tagtäglich, war sehr aufgeschlossen und eine Bereicherung für alle.  Sie unterhielt sich in ihrer Sprache mit uns, fuhr überall mit hin und freute sich, wenn es viele Leckereien und Streicheleinheiten gab.

Zuletzt  erreichte uns am 18.05.2018 die traurige Nachricht, dass unser sehr zutraulicher Willow, der am 13.05.18 in ein wunderschönes neues zu Hause gezogen war, ebenfalls durch ein unvorhergesehenes Naturereignis verstorben ist. Dies war eine weitere schockierende Nachricht für uns.  Willow musste aus verschiedenen Gründen bei uns ausziehen und wir haben sehr lange für ihn ein neues zu Hause gesucht, welches unseren Erwartungen voll entsprochen hatte. Er hatte sich vom ersten Tag an wohl gefühlt und konnte seine neuen Hennen leider nur wenige Tage beglücken.

Wir bedanken uns bei unseren verstorben Tieren für die wundervolle Zeit! Wir werden euch nie vergessen und ihr werdet immer in unserem Herzen bleiben.